Homöopathie als Impulsgeber für heilsamere Gedanken? Jein!

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Kann ich unförderliche, selbstschädigende, eingefahrene Denkmuster und Gedanken einfach so mal eben verändern? Kann ich neben (spiritueller) Bewusstseinsschulung auch Homöopathie bzw. homöopathische Arzneimittel unterstützend einsetzen? Und was hat Selbstliebe und Demut damit zu tun? Aus einem Schriftwechsel mit einem Leser meiner Website:
Frage: „Durch Ihre Erfahrungen in Ihrer Praxis werden Sie wissen, dass gerade das Verändern von teils unbewussten, in jeden Fall unförderlichen und überholten Denkmustern sowie die Angelegenheit mit der Demut am schwierigsten zu bewerkstelligen sind, oder? Wohl oft auch dann, wenn zur Unterstützung dieser geistigen Veränderungsprozesse unterstützend homöopathische Arzneimittel der Klassischen Homöopathie verabreicht werden.“
Antwort: „Ja, das ist korrekt und in vielen Fällen genau das, was ich in der Praxis beobachtet habe und letztlich auch immer wieder mal von mir selber kenne. Doch meine Erfahrung mit mir und anderen Menschen lehrt mich, dass es in der Egowelt zwar schwierig, manchmal schmerzhaft und oft langwierig, aber nicht unmöglich ist, unförderliche Denkmuster in wohlwollendere, liebevollere, selbstförderlichere zu wandeln! Die Homöopathie bzw. ihre Heilmittel fungieren hier aus meiner Sicht als ausgleichende, relativ sanfte Impulsgeber. Doch nehmen Sie Abstand von einer idealisierten Vorstellung dieser Heilmethode, sonst sind Zweifel, Enttäuschung und Frustration die Folge einer überzogenen Erwartungshaltung. Der Hauptfaktor von wahrhafter Heilung – und damit meine ich nicht rein körperliches Wieder-Funktionieren, was ja auch ok ist, wenn mir dies reicht – liegt im Heilenden Geist, nicht im Körper oder im weltlichen Heilmittel!“
Der Weg ist das Ziel, und manchmal eröffnet Leiden neue Wege der Heilung!
Viele Menschen treffen selbstförderlichere Entscheidungen erst dann, wenn ihr Unglücklichsein und Leidensdruck, z.B. in Form von seelischer und/oder körperlicher Krankheit groß genug wird – und leider Gottes selbst da nicht immer!
Lerne, dein Denken zu beherrschen, und lenke es bewusst und wohlwollend!
Nur eins sollte mir absolut klar sein: Niemand anders, als ich selbst in meinem Geist habe einen Wandel meines bisherigen Denksystems, meiner daraus resultierenden Gedanken – und in deren Folge meines Redens und Handelns in der Welt – in der Hand. Die Bereit-Willigkeit liegt in mir!
Der eigene Glaube und das Erfahren einer INNEREN FÜHRUNG kann – was für mich, der dies hier gerade schreibt, auf alle Fälle gilt – eine äußerst hilfreiche Unterstützung sein. Wie auch immer ich mein spirituelles Leitmotiv nenne – Gott, Quelle, reiner Geist, Buddhanatur, Christusbewusstsein, Nondualität oder wahres SELBST, es steht immer geduldig an meiner Seite und reicht mir die Hand. Jedoch den entscheidenden Schritt auf IHN, SIE oder ES zu muss ich schon selbst tun.
Geistige Öffnung und vertrauensvolle Hingabe entsteht hier immer nur dann, wenn ich für mich als Mensch in Demut anerkenne, das ich nicht die Krone der Schöpfung bin (was dem Ego gar nicht gefällt!). Ich als Mensch bin „nur“ ein kleiner, aber eben unverzichtbarer und wertvoller Teil des Ganzen, wie jedes andere Wesen auch. Darin sind wir alle gleich wertig, auch wenn wir ständig per Verstand Unterschiede machen, deuten, werten und urteilen, sprich die Wahrheit und Ganzheit fragmentieren!
Jeder Mensch trägt einen Entscheider-Geist in sich
So ist es mein „Entscheider-Geist“, mit dem ich mich für eine von zwei grundlegenden Wahlmöglichkeiten innerhalb der polaren Welt entscheiden kann:
- Bewusste (Wieder-)Erinnerung und Verbindung mit meiner göttlichen Quelle im Sinne eines für alle Wesen förderlichen, verständnisvollen, liebevollen und friedfertigen Lebens oder
- Trennung / Abspaltung von von der Quelle in Sinne eines egozentrierten, abgegrenzten, Schuld projizierenden und angstgetriggerten (Über-)Lebens(-kampfes)
Eine genauso wenig wie die Spaltung nicht selbstförderliche Alternative wäre die des permanent unentschlossenen, zweifelnden und zerrissenen Geistes mit ständigem Pendeln zwischen beiden Zuständen von Verbindung und Trennung!
Die Funktion des homöopathischen Heilmittels
Doch diesen feinen und sanften Heilimpuls kann ich Kraft meines Geistes (in unbewusster Abwehrhaltung bzw. innerem Widerstand) wegwischen oder eben annehmen und umsetzten ins weltlich-materielle Leben.
Da das homöopathische Heilmittel den Organismus auf stofflicher Ebene nicht zu bestimmten Reaktionen zwingt – wie es rein stoffliche Wirksubstanzen tun – bleibt von Seitens des Homöopathen der Respekt und die Achtung vor der autonomen Lebenskraft und dem freien Geist des Patienten bestehen. Der Homöopath greift nicht aktiv in die Wahlmöglichkeit des Erkrankten und seines Geistes ein! Er zeigt ihm jedoch über Verständnis, Wort- und Heilmittelimpuls selbstförderliche und wohlwollende Möglichkeiten und Wege Richtung Gesundung und Heilung auf. „Gehen“ muss der Mensch dann selbst.
Möge die passende Wahl mit wachem Geist getroffen werden!